Auch wenn ihr ihrer bald müde werdet - Es gibt Neuigkeiten:
Elias, der gerade bei uns wohnt, hat sich die letzten Tage mein Fahrrad ausgeliehen, um damit zum Strand zu fahren.
Heute morgen komme ich dann die Treppen runter und sehe einen Drahtesel neben dem Motorrad stehen.
Zuerst habe ich mir gar nichts bei dem lilafarbenen Sattel gedacht, als später aber nur noch dieses Rad da stand, Elias und ich aber zu Hause waren habe ich mir schon Gedanken gemacht. Das Modell ist ja das gleiche, aber diese Farben und - der intakte Korb...
Nachmittags habe ich Elias dann angerufen, er fuhr an den Strand und fand heraus: Das Fahrrad gehört Sam, der Besitzerin vom La Plage. Er hatte gestern beim Nach Hause fahren das falsche Rad mitgenommen und nicht bemerkt.
Schade würde meine Mama wohl sagen. Lila...
Über mich
- Tamara
- Hội An, Quảng Nam, Vietnam
- Am 16.08.2009 werde ich für ein Jahr nach Vietnam in eine Stadt namens Hội An gehen (Fotos oben) und dort bei Reaching Out, einem Fair Trade Store arbeiten. Da die Stadt als Weltkulturerbe wirklich wunderschön ist und direkt am Meer liegt, ihr das also unbedingt sehen müsst ;) freue ich mich schon auf alle die mich dann dort besuchen kommen =)=).
Mittwoch, 9. Dezember 2009
Es weihnachtet...
Es ist heiß, ich bin krank, ich habe keine Plätzchen. Ja, so siehts derzeit aus. Außerdem bin ich auch sehr schreibfaul und male lieber (erstes Bild ist fertig=)), dass ich überhaupt etwas schreibe habt ihr Oli zu verdanken.
Aber womit anfangen? Ich habe schon wieder soviel vergessen was ich getan habe. Seit einem Monat steht nichts mehr Neues in meinem Reisetagebuch.
Aber gut, ich werde mit der Kirche anfangen: Ich wurde eingeladen ein Fest mit den katholischen Vietnamesen zu feiern. Also bin ich gleich nach der Arbeit zur Kirche gefahren, die Messe hatte allerdings schon angefangen. Deshalb stand ich dann einfach an der Tür, als Ausländer zwischenrein zu stürmen wäre ja vielleiht etwas zu dreist gewesen - ich weiß ja nicht wie das hier so ist.
Nach einer halben Stunde - die ganze Zeit war ein kleines Mädchen um mich rum gehüpft, das meine Bürste aus meiner Tasche 'gestohlen' hatte - wurde ich dann von einem Mann reingebeten. Frauen und Männer saßen auf getrennten Seiten, die Frauen links und Männer rechts. Hat Frau Knopf uns nicht erzählt, dass das in St. Leon-Rot auch noch so ist und dass die linke Seite die des Teufels ist? Ich weiß es nicht mehr.
Mir wurden beide Seiten angeboten, nur mal so nebenbei.
Ich war der größte Mensch im Gebäude, die Einzige ohne schwarze oder graue Haare und wahrscheinlich auch die Einzige, die kein Wort verstanden hat.
Während der Messe setzte sich die Mutter meines Kollegen neben mich und sagte: 'An' - Essen. Da der Pfarrer schon bei der Einladung von einem Essen gesprochen hatte verstand ich und nickte, woraufhin ich dann in den Hof geführt wurde. Dort standen viele Tische, reich bepackt an Essen oder besser - reich bepackt an Fleisch. Extra für mich wurde dann Brot, Obst und Gemüse geholt, außerdem durfte ich zwischen Pfarrer, den Nonnen und einem ziemlich gut französisch sprechenden Mann sitzen. Das ist schon seltsam, dass die alle besser Französisch als Englisch beziehungsweise nur Französisch reden, aber gut, dafür bin ich ja zur Schule gegangen=).Außerdem durfte ich auch meine Italienischkenntnisse in Erinnerung rufen, als ich nämlich zum Schluss zum Tor gebracht wurde saß dort ein Italiener, der den Pfarrer wohl irgendwie kannte oder so...
Was ich recht unangenehm fand war, dass als Pfarrer und ich die Treppe zu den Tischen hochgelaufen sind applaudiert wurde und ich dann aufstehen musste als von mir die Rede war. Einer wollte, dass ich mich vorstelle, aber das musste ich dann doch nicht. Hätte mich schließlich eh fast niemand verstanden.
Das Problem ist halt, dass der Pfarrer wohl gesagt hat, dass Anjali und ich uns um Spendengelder kümmern - wir wissen doch aber noch gar nicht ob das klappt!
Auf jeden Fall wurde mir dann ein Lied gewidmet, das einzige auf Englisch. Man, konnte die Frau singen!
Jetzt gehen wir aber erst wieder am vierten Advent und zu Weihnachten, schließlich verstehen wir sowieso nichts!
Aber das Vater unser lernen wir noch auf Vietnamesisch.
Amen.
Freitag, 20. November 2009
Sesam öffne dich!
Wir sind mit dem Auto gefahren worden, hatten also viel Zeit uns zu unterhalten. Sehr schön fand ich die Geschichte, wie ihr Sohn Sesame zu seinem Namen kam:
Quyen und ihr Mann waren schon fünf Jahr verheiratet, bis sie ein Kind bekamen. Für sie war es ein kleines Wunder, deshalb sollte es auch einen besonderen Namen bekommen.
Dank Alibaba und den 40 Räubern hat er den nun auch.
Danach wurde ich noch zu einer vegetarischen Nudelsuppe eingeladen und bin schließlich noch den Rest des Tages arbeiten gegangen.
Eine schöne Abwechslung, dieser Tag.
Das Bild ist mein erster Versuch hier, Mutter und Kind II von Gustav Klimt - frei interpretiert natürlich.
Vietnam?
Das Ganze kann aber natürlich auch einmal schief gehen, wenn zum Beispiel das Waschbeckenrohr einfach mal abfällt.
Hautsache billig.
Teachers' Day
Auch ich habe ein Geschenk bekommen. Soeur Marthe, Marthe II, Marie und Therese haben mir eine rote Rose und eine Tasche geschenkt. Ich wusste vorher noch nicht einmal was von diesem Tag und war daher sehr überrascht - und gerührt. Sie sind einfach zu nett zu mir. Als Soeur Marie zu mir sagte, dass sie sich immer sehr auf den Englischunterricht freut, habe auch mich mich sehr gefreut, sogar noch mehr als über den frisch gepressten Orangensaft, den ich immer bekomme, wenn ich bei ihnen bin.
Montag, 16. November 2009
7.866.000 Sekunden, 131.100 Minuten, 2.185 Stunden, 91 Tage oder auch 3 Monate...
bin ich nun in Vietnam. 5.466.800 Sekunden, 90.780 Minuten, 1.513 Stunden oder auch 63 Tage davon in Hoi An.Und die Zeit verging so schnell, ich bin wirklich gespannt wie das die nächsten neun Monate aussehen wird...
Mir ist aufgefallen, dass ich noch gar nicht wirklich geschrieben habe, wie denn so eine Woche hier für mich aussieht...Nach drei Monaten wird es also mal wirklich Zeit.
Ich habe jetzt neue Arbeitszeiten bekommen, soll nämlich von zehn Uhr bis sechs Uhr abends arbeiten, auch Sonntags. Ich durfte mir zum Samstag einen weiteren freien Tag aussuchen, habe mich aber noch nicht entschieden. Das liegt vor allem daran, dass ich ja zurzeit sechs Tage die Woche arbeite um Ferientage zu sammeln...
Am Montag kommen Ni, Na, Tinh und Nas Freundin um sieben Uhr 30 vorbei, um eine Stunde Englisch zu lernen, genauso mittwochs und freitags. Dienstag und Donnerstag von acht Uhr 30 bis neun Uhr 30 gehe ich dann zu den Nonnen und lerne ebenfalls Englisch, Montag und Mittwoch Abend lernen Quyen und ich eine Stunde Deutsch und Vietnamesisch. Zwischendrin arbeite ich noch im Laden, verkaufe, führe Touristen durch den Workshop, wiege die Produkte aus dem Onlineshop (damit Kunden wissen wieviel Porto sie bei einer Bestellung bezahlen müssen) oder schreibe Sponsorship Forms. Letzteres hat besonders viel Spaß gemacht, denn gerade haben wir zwei Auszubildende, Cuc und Trang. Cuc kann nicht hören und deshalb mussten meine Fragen erst in Zeichensprache übersetzt werden, bevor ich den Text über ihr Leben schreiben konnte. Gerade bin ich dabei, die Formulare ins Deutsche zu übersetzen, da 'Eine Welt Läden' sie dann auslegen können. Eine Kundin arbeitet dort nämlich und zeigte sich sehr interessiert an einer Zusammenarbeit.
Des Weiteren muss ich mich jetzt noch um Sponsoren für die hiesige Kirchengemeinde kümmern. Denn das Dach der katholischen Kirche, übrigens die erste Vietnams, ist kaputt, für Reparaturen fehlt aber jegliches Geld. Auch der Raum für den Kommunion-und Firmunterricht ist zerstört - aufgrund von Alter (die Kirche wurde während des Vietnamkrieges erbaut), Wettereinflüssen und dem Taifun.
Ich bin jeden Tag nach der Arbeit so fertig, dass ich gegen neun Uhr schlafen gehe, meine Beine tun sogar noch am nächsten Morgen weh. Deshalb war ich auch schon sehr lange nicht mehr im La Plage, um am Strand Filme zu sehen oder Yoga zu machen, im Kino war ich auch nur noch einmal, Sport kann ich gar nicht mehr machen.
Es ist schon komisch, wenn man aus der Schule kommt, in der man den ganzen Tag einfach rum saß und jetzt aufeinmal nur noch stehen muss und auch durchgehend denken.
Das ist hart.
Mir ist aufgefallen, dass ich noch gar nicht wirklich geschrieben habe, wie denn so eine Woche hier für mich aussieht...Nach drei Monaten wird es also mal wirklich Zeit.
Ich habe jetzt neue Arbeitszeiten bekommen, soll nämlich von zehn Uhr bis sechs Uhr abends arbeiten, auch Sonntags. Ich durfte mir zum Samstag einen weiteren freien Tag aussuchen, habe mich aber noch nicht entschieden. Das liegt vor allem daran, dass ich ja zurzeit sechs Tage die Woche arbeite um Ferientage zu sammeln...
Am Montag kommen Ni, Na, Tinh und Nas Freundin um sieben Uhr 30 vorbei, um eine Stunde Englisch zu lernen, genauso mittwochs und freitags. Dienstag und Donnerstag von acht Uhr 30 bis neun Uhr 30 gehe ich dann zu den Nonnen und lerne ebenfalls Englisch, Montag und Mittwoch Abend lernen Quyen und ich eine Stunde Deutsch und Vietnamesisch. Zwischendrin arbeite ich noch im Laden, verkaufe, führe Touristen durch den Workshop, wiege die Produkte aus dem Onlineshop (damit Kunden wissen wieviel Porto sie bei einer Bestellung bezahlen müssen) oder schreibe Sponsorship Forms. Letzteres hat besonders viel Spaß gemacht, denn gerade haben wir zwei Auszubildende, Cuc und Trang. Cuc kann nicht hören und deshalb mussten meine Fragen erst in Zeichensprache übersetzt werden, bevor ich den Text über ihr Leben schreiben konnte. Gerade bin ich dabei, die Formulare ins Deutsche zu übersetzen, da 'Eine Welt Läden' sie dann auslegen können. Eine Kundin arbeitet dort nämlich und zeigte sich sehr interessiert an einer Zusammenarbeit.
Des Weiteren muss ich mich jetzt noch um Sponsoren für die hiesige Kirchengemeinde kümmern. Denn das Dach der katholischen Kirche, übrigens die erste Vietnams, ist kaputt, für Reparaturen fehlt aber jegliches Geld. Auch der Raum für den Kommunion-und Firmunterricht ist zerstört - aufgrund von Alter (die Kirche wurde während des Vietnamkrieges erbaut), Wettereinflüssen und dem Taifun.
Ich bin jeden Tag nach der Arbeit so fertig, dass ich gegen neun Uhr schlafen gehe, meine Beine tun sogar noch am nächsten Morgen weh. Deshalb war ich auch schon sehr lange nicht mehr im La Plage, um am Strand Filme zu sehen oder Yoga zu machen, im Kino war ich auch nur noch einmal, Sport kann ich gar nicht mehr machen.
Es ist schon komisch, wenn man aus der Schule kommt, in der man den ganzen Tag einfach rum saß und jetzt aufeinmal nur noch stehen muss und auch durchgehend denken.
Das ist hart.
Samstag, 14. November 2009
Einen schönen Tag...
...hatte ich heute! Nachdem ich die letzten 13 Tage durchgearbeitet und zu meinen 15 Ferientagen nun 2,5 zusätzliche bekommen habe, gab es nun einen Erholungstag. Den Morgen habe ich mit den 3 ???, Angels and Deamons und einem Obstsalat im Bett verbracht und bin erst mittags losgegangen, um ein paar Besorgungen zu machen. Im Kodakshop beispielsweise habe ich 93 Fotos entwickeln lassen, die nun Wände und Türe schmücken (eine Semra-isst-Reihe inklusive). Als der Fotomann die Bilder auf den PC gezogen hatte, speicherte er den Ordner unter 'thây' ab, 'Ausländer'. Aber nunja, er hat seine Arbeit gut gemacht, also ist das schon ok...
Mein Zimmer, das man nicht unbedingt als Augenweide bezeichnen kann, sieht jetzt wenigstens etwas gemütlicher aus, ich hoffe das wird noch, wenn ich endlich Leinwände auftreiben kann. Na möchte mir die Aquarellfarben ihrer Tochter geben, da diese sie nicht benutzt und Acrylfarbe müsste es ja auch noch zu kaufen geben.
Danach hab ich ein tolles Zimmer.
Hoffe ich.
Außerdem haben wir uns noch einen Basketball gekauft und uns Kleidung schneidern lassen. Ich bin mir allerdings nicht sicher, wie es wird. Es hing nämlich ein Sommerkleid in einer Schneiderei, ich wollte es aber ohne Schleife, dafür aber mit drei Blumen, Spitze, Ärmeln, viereckigem Ausschnitt und einer Knopfreihe.
Die Schneiderin hat leider nichts aufgeschrieben, sich dafür aber nach der Miete für unser Haus erkundigt. Vielleicht hat sie ja ein super Gedächtnis...
Ich hoffe es.
Morgen arbeite ich dann elf Stunden und kann mich stolzer Besitzer vier zusätzlicher Ferientage nennen. Was allerdings blöd ist, ist das Wetter. Die ganze Zeit war es unglaublich heiß, an meinem freien Tag aber nicht.
Morgen wieder.
Mein Zimmer, das man nicht unbedingt als Augenweide bezeichnen kann, sieht jetzt wenigstens etwas gemütlicher aus, ich hoffe das wird noch, wenn ich endlich Leinwände auftreiben kann. Na möchte mir die Aquarellfarben ihrer Tochter geben, da diese sie nicht benutzt und Acrylfarbe müsste es ja auch noch zu kaufen geben.
Danach hab ich ein tolles Zimmer.
Hoffe ich.
Außerdem haben wir uns noch einen Basketball gekauft und uns Kleidung schneidern lassen. Ich bin mir allerdings nicht sicher, wie es wird. Es hing nämlich ein Sommerkleid in einer Schneiderei, ich wollte es aber ohne Schleife, dafür aber mit drei Blumen, Spitze, Ärmeln, viereckigem Ausschnitt und einer Knopfreihe.
Die Schneiderin hat leider nichts aufgeschrieben, sich dafür aber nach der Miete für unser Haus erkundigt. Vielleicht hat sie ja ein super Gedächtnis...
Ich hoffe es.
Morgen arbeite ich dann elf Stunden und kann mich stolzer Besitzer vier zusätzlicher Ferientage nennen. Was allerdings blöd ist, ist das Wetter. Die ganze Zeit war es unglaublich heiß, an meinem freien Tag aber nicht.
Morgen wieder.
Abonnieren
Posts (Atom)