Über mich

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Hội An, Quảng Nam, Vietnam
Am 16.08.2009 werde ich für ein Jahr nach Vietnam in eine Stadt namens Hội An gehen (Fotos oben) und dort bei Reaching Out, einem Fair Trade Store arbeiten. Da die Stadt als Weltkulturerbe wirklich wunderschön ist und direkt am Meer liegt, ihr das also unbedingt sehen müsst ;) freue ich mich schon auf alle die mich dann dort besuchen kommen =)=).

Freitag, 11. Dezember 2009

Maria durch ein Dornwald ging

Kyrie-eleis
Maria durch ein Dornwald ging,
der hat in sieb´n Jahr kein Laub getragen.
Jesus und Maria

Was trug Maria unterm Herzen?
Ein kleines Kindlein ohne Schmerzen,
das trug Maria unter ihrem Herzen.

Da hab´n die Dornen Rosen getragen,
als das Kindlein durch den Wald getragen,
da hab´n die Dornen Rosen getragen.

Nachdem ich meine Wiehnachtsgeschenke für Deutschland schon vor drei Monaten verschickt habe, machte ich mir in der letzten Zeit Gedanken, was denn meine Freunde hier bekommen könnten.
Zurzeit bin ich noch ziemlich planlos, aber so langsam fallen mir schon ein paar gute Ideen ein. Darüber kann ich jetzt aber noch nicht schreiben, vielleicht ist ja eine davon für zum Beispiel Anjali bestimmt und sie liest das noch?
Zwei Geschenke sind schon fertig, ein Tischset aus Leinen, auf das ich mit Acrylfarbe einen Dino gemalt habe und Maria mit dem Jesuskind auf Leinwand - für Nonnen und Pfarrer.
Manmanman, man könnte nach dem was ich hier alles schreibe wirklich denken, ich wäre ein unfassbar religiöser Mensch.
Nunja.
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Mittwoch, 9. Dezember 2009

I wear my sunglasses at night...

Als ich Montag Morgen aufgewacht bin und meine Augen nicht wirklich öffnen konnte war gleich klar, dass ich zum Arzt gehen musste.
Zum Glück war ich nicht die einzige mit Wehwehchen.
Anjali und Sara hatten schon Tage zuvor Termine im Krankenhaus ausgemacht, da Sara nicht gut laufen kann durften sie sogar ein Taxi nehmen. Zum richtigen Tag also bin auch ich krank geworden und mit riesiger Sonnenbrille à la Audrey Hepburn nach Da Nang ins Krankenhaus mitgefahren...
Im Supermarkt kam ich mir mit der Brille schon dämlich vor und auch in der Abenddämmerung auf dem Markt. Aber ein Bild für die Götter muss es gewesen sein, als wir nachts mit Feuerholz an den Strand gefahren sind, um gemütlich am Lagerfeuer viele viele Süßigkeiten zu verschlingen - mit Sonnenbrille. Natürlich.

Fahrradgeschichten. Mal wieder.

Auch wenn ihr ihrer bald müde werdet - Es gibt Neuigkeiten:
Elias, der gerade bei uns wohnt, hat sich die letzten Tage mein Fahrrad ausgeliehen, um damit zum Strand zu fahren.
Heute morgen komme ich dann die Treppen runter und sehe einen Drahtesel neben dem Motorrad stehen.
Zuerst habe ich mir gar nichts bei dem lilafarbenen Sattel gedacht, als später aber nur noch dieses Rad da stand, Elias und ich aber zu Hause waren habe ich mir schon Gedanken gemacht. Das Modell ist ja das gleiche, aber diese Farben und - der intakte Korb...
Nachmittags habe ich Elias dann angerufen, er fuhr an den Strand und fand heraus: Das Fahrrad gehört Sam, der Besitzerin vom La Plage. Er hatte gestern beim Nach Hause fahren das falsche Rad mitgenommen und nicht bemerkt.
Schade würde meine Mama wohl sagen. Lila...

Es weihnachtet...

...nicht.
Es ist heiß, ich bin krank, ich habe keine Plätzchen. Ja, so siehts derzeit aus. Außerdem bin ich auch sehr schreibfaul und male lieber (erstes Bild ist fertig=)), dass ich überhaupt etwas schreibe habt ihr Oli zu verdanken.
Aber womit anfangen? Ich habe schon wieder soviel vergessen was ich getan habe. Seit einem Monat steht nichts mehr Neues in meinem Reisetagebuch.
Aber gut, ich werde mit der Kirche anfangen: Ich wurde eingeladen ein Fest mit den katholischen Vietnamesen zu feiern. Also bin ich gleich nach der Arbeit zur Kirche gefahren, die Messe hatte allerdings schon angefangen. Deshalb stand ich dann einfach an der Tür, als Ausländer zwischenrein zu stürmen wäre ja vielleiht etwas zu dreist gewesen - ich weiß ja nicht wie das hier so ist.
Nach einer halben Stunde - die ganze Zeit war ein kleines Mädchen um mich rum gehüpft, das meine Bürste aus meiner Tasche 'gestohlen' hatte - wurde ich dann von einem Mann reingebeten. Frauen und Männer saßen auf getrennten Seiten, die Frauen links und Männer rechts. Hat Frau Knopf uns nicht erzählt, dass das in St. Leon-Rot auch noch so ist und dass die linke Seite die des Teufels ist? Ich weiß es nicht mehr.
Mir wurden beide Seiten angeboten, nur mal so nebenbei.
Ich war der größte Mensch im Gebäude, die Einzige ohne schwarze oder graue Haare und wahrscheinlich auch die Einzige, die kein Wort verstanden hat.
Während der Messe setzte sich die Mutter meines Kollegen neben mich und sagte: 'An' - Essen. Da der Pfarrer schon bei der Einladung von einem Essen gesprochen hatte verstand ich und nickte, woraufhin ich dann in den Hof geführt wurde. Dort standen viele Tische, reich bepackt an Essen oder besser - reich bepackt an Fleisch. Extra für mich wurde dann Brot, Obst und Gemüse geholt, außerdem durfte ich zwischen Pfarrer, den Nonnen und einem ziemlich gut französisch sprechenden Mann sitzen. Das ist schon seltsam, dass die alle besser Französisch als Englisch beziehungsweise nur Französisch reden, aber gut, dafür bin ich ja zur Schule gegangen=).
Außerdem durfte ich auch meine Italienischkenntnisse in Erinnerung rufen, als ich nämlich zum Schluss zum Tor gebracht wurde saß dort ein Italiener, der den Pfarrer wohl irgendwie kannte oder so...
Was ich recht unangenehm fand war, dass als Pfarrer und ich die Treppe zu den Tischen hochgelaufen sind applaudiert wurde und ich dann aufstehen musste als von mir die Rede war. Einer wollte, dass ich mich vorstelle, aber das musste ich dann doch nicht. Hätte mich schließlich eh fast niemand verstanden.
Das Problem ist halt, dass der Pfarrer wohl gesagt hat, dass Anjali und ich uns um Spendengelder kümmern - wir wissen doch aber noch gar nicht ob das klappt!
Auf jeden Fall wurde mir dann ein Lied gewidmet, das einzige auf Englisch. Man, konnte die Frau singen!
Am ersten Advent waren wir dann wieder in der Kirche, morgens um halb sechs. Schließlich mussten wir danach arbeiten...
Jetzt gehen wir aber erst wieder am vierten Advent und zu Weihnachten, schließlich verstehen wir sowieso nichts!
Aber das Vater unser lernen wir noch auf Vietnamesisch.
Amen.

Freitag, 20. November 2009

Sesam öffne dich!

Da ich gerne Malen würde um meine Wände zu verschönern, hat meine Chefin mich am Mittwoch mit nach Da Nang genommen, wo ich für 800.000 VD Leinwände, Acrylfarben, Malpaletten, Pinsel, Blöcke und Aquarellstifte kaufte.
Wir sind mit dem Auto gefahren worden, hatten also viel Zeit uns zu unterhalten. Sehr schön fand ich die Geschichte, wie ihr Sohn Sesame zu seinem Namen kam:
Quyen und ihr Mann waren schon fünf Jahr verheiratet, bis sie ein Kind bekamen. Für sie war es ein kleines Wunder, deshalb sollte es auch einen besonderen Namen bekommen.
Dank Alibaba und den 40 Räubern hat er den nun auch.
Danach wurde ich noch zu einer vegetarischen Nudelsuppe eingeladen und bin schließlich noch den Rest des Tages arbeiten gegangen.
Eine schöne Abwechslung, dieser Tag.
Das Bild ist mein erster Versuch hier, Mutter und Kind II von Gustav Klimt - frei interpretiert natürlich.

Vietnam?

Von den vietnamesischen Reparaturmöglichkeiten sollten sich auch mal deutsche Handwerker eine Scheibe abschneiden. Ist es doch tatsächlich viel billiger ein undichtes Rohr mit Klebeband abzukleben. Unser Wasserhahn ist immerhin dicht, genauso das Abflussrohr. Kosten? Irgendetwas zwischen nichts und wenigen Cents.
Das Ganze kann aber natürlich auch einmal schief gehen, wenn zum Beispiel das Waschbeckenrohr einfach mal abfällt.
Hautsache billig.

Teachers' Day

Heute ist vietnamesische Tag der Lehrer. Eine wahre Freude wäre das auch für die deutschen Kollegen, denn jeder Schüler bringt Blumen oder Geschenke mit. Nicht nur meine Kollegin hat während der Arbeitszeit ein Paket in Geschenkpapier eingewickelt, am Straßenrand standen auch viele viele Stände, an denen Blumensträuße verkauft wurden. Auf meinem Weg zur Arbeit hatten die Kinder, die auf Motorrädern zur Schule gefahren wurden alle kleine Pakete oder Rosen in der Hand. Es ist schon komisch, das hat ja fast größere Ausmaße als der Mutter- oder Valentinstag in Deutschland!
Auch ich habe ein Geschenk bekommen. Soeur Marthe, Marthe II, Marie und Therese haben mir eine rote Rose und eine Tasche geschenkt. Ich wusste vorher noch nicht einmal was von diesem Tag und war daher sehr überrascht - und gerührt. Sie sind einfach zu nett zu mir. Als Soeur Marie zu mir sagte, dass sie sich immer sehr auf den Englischunterricht freut, habe auch mich mich sehr gefreut, sogar noch mehr als über den frisch gepressten Orangensaft, den ich immer bekomme, wenn ich bei ihnen bin.