Über mich

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Hội An, Quảng Nam, Vietnam
Am 16.08.2009 werde ich für ein Jahr nach Vietnam in eine Stadt namens Hội An gehen (Fotos oben) und dort bei Reaching Out, einem Fair Trade Store arbeiten. Da die Stadt als Weltkulturerbe wirklich wunderschön ist und direkt am Meer liegt, ihr das also unbedingt sehen müsst ;) freue ich mich schon auf alle die mich dann dort besuchen kommen =)=).

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Fröhliches Backen!

Gut, ich gebe zu, dass ich in letzter Zeit etwas schreibfaul war und auch hier beim Datum geschummelt habe...Nichtsdestotrotz: Ein bisschen von unseren Hoi Aner Weihnachten.

Da meine Päckchen mit Plätzchen natürlich nicht rechtzeitig angekommen sind, lies Anjali sich einige Rezepte schicken, die wir bei Quyen zu Haus ausprobieren wollten (wir haben ja keinen Backofen).
Am Sonntag vor Weihnachten gingen wir also mit Jonas und Basti zu ihr und begannen unsere -nunja- Meisterwerke.
Da der Teig der Bärentatzen so flüssig war, dass man keine Plätzchen daraus formen konnte füllten wir alles in ein Backblech und herauskam ein herrlich schokoladig-nussiger Kuchen. Immerhin.
Unsere Vanillekipferl schmeckten aber gar nicht gut, dank der salzigen Margarine merkte man vom Vanillinzucker überhaupt nichts. Auch die Bärentatzen entsprachen nicht ganz unseren Erwartungen, lediglich die Ausstecherle konnten als solche erkannt werden.
Aber wie sollte das auch besser gehen in einem Land, in dem wir nicht alle Zutaten in einem riesigen Supermarkt finden konnten und Walnüsse durch wenige Gramm Cashewnüsse ersetzen mussten.

Um unsere Plätzchenschale also ein bisschen aufzubessern für ich am Morgen des 24. also zu einer Bäckerin, die für 1.500 VnD Windbeutel und Muffins verkauft. Es hatten aber wohl auch andere diese Idee und so ging ich um 9 Uhr morgens! leer aus.
Es gab Abends also salzige Plätzchen mit Supermarktmuffins und Eisbechern, was aber letztendlich gar nicht so schlimm war, da nach dem Besuch beim Inder sowieso keiner mehr Hunger hatte. Ich zumindest nicht.

Samstag, 26. Dezember 2009

Freitag, 25. Dezember 2009

Freitag, 11. Dezember 2009

Maria durch ein Dornwald ging

Kyrie-eleis
Maria durch ein Dornwald ging,
der hat in sieb´n Jahr kein Laub getragen.
Jesus und Maria

Was trug Maria unterm Herzen?
Ein kleines Kindlein ohne Schmerzen,
das trug Maria unter ihrem Herzen.

Da hab´n die Dornen Rosen getragen,
als das Kindlein durch den Wald getragen,
da hab´n die Dornen Rosen getragen.

Nachdem ich meine Wiehnachtsgeschenke für Deutschland schon vor drei Monaten verschickt habe, machte ich mir in der letzten Zeit Gedanken, was denn meine Freunde hier bekommen könnten.
Zurzeit bin ich noch ziemlich planlos, aber so langsam fallen mir schon ein paar gute Ideen ein. Darüber kann ich jetzt aber noch nicht schreiben, vielleicht ist ja eine davon für zum Beispiel Anjali bestimmt und sie liest das noch?
Zwei Geschenke sind schon fertig, ein Tischset aus Leinen, auf das ich mit Acrylfarbe einen Dino gemalt habe und Maria mit dem Jesuskind auf Leinwand - für Nonnen und Pfarrer.
Manmanman, man könnte nach dem was ich hier alles schreibe wirklich denken, ich wäre ein unfassbar religiöser Mensch.
Nunja.
***
**
*

Mittwoch, 9. Dezember 2009

I wear my sunglasses at night...

Als ich Montag Morgen aufgewacht bin und meine Augen nicht wirklich öffnen konnte war gleich klar, dass ich zum Arzt gehen musste.
Zum Glück war ich nicht die einzige mit Wehwehchen.
Anjali und Sara hatten schon Tage zuvor Termine im Krankenhaus ausgemacht, da Sara nicht gut laufen kann durften sie sogar ein Taxi nehmen. Zum richtigen Tag also bin auch ich krank geworden und mit riesiger Sonnenbrille à la Audrey Hepburn nach Da Nang ins Krankenhaus mitgefahren...
Im Supermarkt kam ich mir mit der Brille schon dämlich vor und auch in der Abenddämmerung auf dem Markt. Aber ein Bild für die Götter muss es gewesen sein, als wir nachts mit Feuerholz an den Strand gefahren sind, um gemütlich am Lagerfeuer viele viele Süßigkeiten zu verschlingen - mit Sonnenbrille. Natürlich.

Fahrradgeschichten. Mal wieder.

Auch wenn ihr ihrer bald müde werdet - Es gibt Neuigkeiten:
Elias, der gerade bei uns wohnt, hat sich die letzten Tage mein Fahrrad ausgeliehen, um damit zum Strand zu fahren.
Heute morgen komme ich dann die Treppen runter und sehe einen Drahtesel neben dem Motorrad stehen.
Zuerst habe ich mir gar nichts bei dem lilafarbenen Sattel gedacht, als später aber nur noch dieses Rad da stand, Elias und ich aber zu Hause waren habe ich mir schon Gedanken gemacht. Das Modell ist ja das gleiche, aber diese Farben und - der intakte Korb...
Nachmittags habe ich Elias dann angerufen, er fuhr an den Strand und fand heraus: Das Fahrrad gehört Sam, der Besitzerin vom La Plage. Er hatte gestern beim Nach Hause fahren das falsche Rad mitgenommen und nicht bemerkt.
Schade würde meine Mama wohl sagen. Lila...

Es weihnachtet...

...nicht.
Es ist heiß, ich bin krank, ich habe keine Plätzchen. Ja, so siehts derzeit aus. Außerdem bin ich auch sehr schreibfaul und male lieber (erstes Bild ist fertig=)), dass ich überhaupt etwas schreibe habt ihr Oli zu verdanken.
Aber womit anfangen? Ich habe schon wieder soviel vergessen was ich getan habe. Seit einem Monat steht nichts mehr Neues in meinem Reisetagebuch.
Aber gut, ich werde mit der Kirche anfangen: Ich wurde eingeladen ein Fest mit den katholischen Vietnamesen zu feiern. Also bin ich gleich nach der Arbeit zur Kirche gefahren, die Messe hatte allerdings schon angefangen. Deshalb stand ich dann einfach an der Tür, als Ausländer zwischenrein zu stürmen wäre ja vielleiht etwas zu dreist gewesen - ich weiß ja nicht wie das hier so ist.
Nach einer halben Stunde - die ganze Zeit war ein kleines Mädchen um mich rum gehüpft, das meine Bürste aus meiner Tasche 'gestohlen' hatte - wurde ich dann von einem Mann reingebeten. Frauen und Männer saßen auf getrennten Seiten, die Frauen links und Männer rechts. Hat Frau Knopf uns nicht erzählt, dass das in St. Leon-Rot auch noch so ist und dass die linke Seite die des Teufels ist? Ich weiß es nicht mehr.
Mir wurden beide Seiten angeboten, nur mal so nebenbei.
Ich war der größte Mensch im Gebäude, die Einzige ohne schwarze oder graue Haare und wahrscheinlich auch die Einzige, die kein Wort verstanden hat.
Während der Messe setzte sich die Mutter meines Kollegen neben mich und sagte: 'An' - Essen. Da der Pfarrer schon bei der Einladung von einem Essen gesprochen hatte verstand ich und nickte, woraufhin ich dann in den Hof geführt wurde. Dort standen viele Tische, reich bepackt an Essen oder besser - reich bepackt an Fleisch. Extra für mich wurde dann Brot, Obst und Gemüse geholt, außerdem durfte ich zwischen Pfarrer, den Nonnen und einem ziemlich gut französisch sprechenden Mann sitzen. Das ist schon seltsam, dass die alle besser Französisch als Englisch beziehungsweise nur Französisch reden, aber gut, dafür bin ich ja zur Schule gegangen=).
Außerdem durfte ich auch meine Italienischkenntnisse in Erinnerung rufen, als ich nämlich zum Schluss zum Tor gebracht wurde saß dort ein Italiener, der den Pfarrer wohl irgendwie kannte oder so...
Was ich recht unangenehm fand war, dass als Pfarrer und ich die Treppe zu den Tischen hochgelaufen sind applaudiert wurde und ich dann aufstehen musste als von mir die Rede war. Einer wollte, dass ich mich vorstelle, aber das musste ich dann doch nicht. Hätte mich schließlich eh fast niemand verstanden.
Das Problem ist halt, dass der Pfarrer wohl gesagt hat, dass Anjali und ich uns um Spendengelder kümmern - wir wissen doch aber noch gar nicht ob das klappt!
Auf jeden Fall wurde mir dann ein Lied gewidmet, das einzige auf Englisch. Man, konnte die Frau singen!
Am ersten Advent waren wir dann wieder in der Kirche, morgens um halb sechs. Schließlich mussten wir danach arbeiten...
Jetzt gehen wir aber erst wieder am vierten Advent und zu Weihnachten, schließlich verstehen wir sowieso nichts!
Aber das Vater unser lernen wir noch auf Vietnamesisch.
Amen.