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Hội An, Quảng Nam, Vietnam
Am 16.08.2009 werde ich für ein Jahr nach Vietnam in eine Stadt namens Hội An gehen (Fotos oben) und dort bei Reaching Out, einem Fair Trade Store arbeiten. Da die Stadt als Weltkulturerbe wirklich wunderschön ist und direkt am Meer liegt, ihr das also unbedingt sehen müsst ;) freue ich mich schon auf alle die mich dann dort besuchen kommen =)=).

Samstag, 19. September 2009

Xe máy

Gestern sind wir zum ersten Mal 'xe máy' gefahren.
Und als wäre das trotz Abraten des ded's nicht schon genug auch noch zu dritt. Um an den 2 km entfernten Strand zu kommen, nahm Anjali mein Fahrrad; Adrian, Sara und ich saßen auf dem Roller. War schon komisch sich so gequetscht durch die anderen Motorräder zu schlängeln...
Beim Fahren ist nichts passiert, als ich allerdings den Helm an den Lenker hängen wollte, kam ich mit dem Schienbein an den Auspuff. Sehr viele Vietnamesen haben an der Wadeninnenseite Narben, ich kam allerdings mit Brandblasen davon. Puh^^.
Wir waren im 'La Plage' etwas trinken, der Besitzerin Sam und ihr Mann, ein amerikanisch-französisches Paar begrüßte uns herzlich.
Sam hat übrigens auch mal als volunteer bei Reaching Out gearbeitet, bevor sie und ihr Mann die Strandbar eröffnet haben...
Heute nachmittag wollen wir dann das erste Mal schwimmen gehen, bin ja mal gespannt...

Do mai!

Das erste Mal sind wir nun mit einem Vietnamesen aneinandergeraten. Hoi An ist zwar eine wirklich schöne Stadt, der Strand ist traumhaft, dafür ist es aber auch sehr touristisch. Zu touristisch.
Und Touristen machen nun einmal viele Fehler, bezahlen beispielsweise geforderte Preise ohne mit der Wimper zu zucken. Klingt doch immer annehmbar…
Da wir heute nach Da Nang fahren wollten, um Haushaltsgeräte und Essen zu besorgen, mussten wir zum Busbahnhof gehen. Der Preis von 10.000 VnD hierfür stand sogar an der Türe angeschrieben. Auf die Frage ‘bao nhiêu tiền‘ kam dann aber natürlich ein ‘ba mươi‘, 30.000 VnD. Wir konnten aber immerhin auf 20.000 VnD herunterhandeln, für so einen Bus wäre allerdings nicht einmal die Hälfte gerechtfertigt gewesen.
Man stelle sich ein Fahrzeug vor, klein, eng zerschlissen. Es würde selbst nach Reparatur durch den besten Kfz-Mechaniker der Welt nicht durch den nächsten TÜV kommen…Zehn Jahre stehen lassen, einmal damit gegen den Baum fahren, jetzt kommt es in etwa hin. Annäherungsweise.
Immerhin kamen wir nach Da Nang und machten unsere Einkäufe, alles gut soweit. Erst bei der Rückfahrt in einem größerem Bus wurden wir das Opfer einer bösen Intrige ;-). Da wir nicht an der Endhaltestelle einstiegen, mussten wir in den vorbeifahrenden Bus hineinspringen. Das heißt wir konnten keinen Preis aushandeln, so was Blödes!
Der unsympathische (andere Adjektive nachte ich hier nicht nennen) Geldeintreiber wollte dann 50.000 VnD haben. Wir dachten nur ‘Spinnst du?‘ und sagten ‘mươi‘, 10. Er fing an zu lachen und erzählte irgendwelche Sachen auf Vietnamesisch, die wir nicht verstanden haben. Da wir nicht bereit waren mehr als 20.000 zu zahlen (im Reiseführer steht sogar, dass man keinesfalls mehr als 20.00 zahlen dürfe!), wurde er richtig aggressiv, sprach in ‘bösem Ton‘ zu uns. Nach einer halben Stunde Diskussionen redete Anjali noch einmal ruhig auf ihn ein und man hatte das Gefühl, dass er gleich die Geduld verlieren und zuschlagen würde. Auch von dieser Aggressivität war im Reiseführer die Rede.
Nun ja, letztendlich zahlten wir dann 40.000 VnD pro Person. Dabei möchte ich noch einmal auf die Intelligenz des Vietnamesen zurückkommen. Also dieses Vietnamesen: Wir hielten ihm 120.000 VnD hin, 3x40. Nicht schwer, oder? Für ihn aber schon. Wir mussten alle einzeln zahlen, weil er dachte 120.000 VnD seien zu wenig! Do mai, wie der Vietnamese so schön sagt.
Die Zahlen können wir inzwischen ziemlich gut, deshalb haben wir auch ein paar Gesprächsfetzen verstanden, als der Geldmann die Geschichte an einen zugestiegenen Gast weitergab. Er lachte dabei und dachte, wir würden es nicht verstehen. Arsch.

Mittwoch, 16. September 2009

Hòa Nhập - Reaching Out

Morgen früh um halb neun beginnt mein erster 'Arbeitstag'. Als ich gestern mit Eva dort war wurde mir alles erklärt: Die ersten eineinhalb Monate muss ich im Verkauf arbeiten, um alles um das Geschäft herum zu erfahren. Man sprach von einer Ausbildung, aber ich denke es ist eher eine Einarbeitung. Nach diesen sechs Wochen habe ich dann mehrere Aufgaben, hier die Übersetzung:
1) 3 Mal die Woche eine Stunde Englischunterricht für das Verkaufsteam
2) Texte für die Hompage, Broschüren und Newsletter erstellen oder auch umschreiben
3) Wegbeschreibungen, Flyer und Poster entwerfen, weiträumig verteilen
4) Eine Verkaufsschicht von dreien übernehmen
5) E-Mail Kontakt mit internationalen Kunden
6) Werte von RO weitergeben
7) Kunden dazu ermutigen, an einer 'Workshop Tour' teilzunehmen
- 'making lacquer'
- 'painting dragonfly'
- language lesson 'talking hands'
oder auch einfach nur ein Foto mit dem Schaffer des gekauften Artikels machen
lassen.

Wie man bei Punkt 7 erahnen kann, können einige der Künstler nicht hören und verständigen sich mittels Zeichensprache. Gestern machte ich einfach die Bewegungen einer Frau nach, weil ich dachte es hieße 'Hallo' oder Ähnliches. Anscheinend aber nicht, denn alle haben angefangen loszulachen :D.

Unser Haus

video

Freitag, 11. September 2009

Once Upon A Fairytale...

Wie der Titel schon preisgibt: jetzt folgt eine Geschichte à là Rosamunde Pilcher, dramatisch, mitreißend, pathetisch und natürlich mit Happy End…

Once Upon A Time hing ein großes Reklameschild an einem Baum in Hanoi. Es war aus Metall und warb um die Aufmerksamkeit eines jeden Autofahrers. Und es war groß, riesengroß. Als Rotkäppchen fragte, warum es denn so groß sei antwortete es mit tiefer Stimme:’ Damit ich mit meiner Bierreklame mehr Autofahrer zum Trinken verleite. ‘ Der Baum an dem das Schild hing war auch groß, riesengroß. Als Rotkäppchen fragte, warum er so groß sei antwortete er mit tiefer Stimme:’ Damit mehr Autos gegen mich fahren können. ‘ Als das Gewitter ausbrach, als sich die Schleusen öffneten und der Regen hernieder prasselte und große, riesengroße Tropfen auf Rotkäppchen hinunterfielen hob es seinen Kopf und fragte in Richtung Jupiter, warum denn die Tropfen so groß seien. Und der Wettergott antwortete mit tiefer Stimme:’ Damit sich die Reklametafel lockert und auf deinen Kopf fällt. ‘ Da war Rotkäppchen jedoch schon in ein Taxi gestiegen und hatte die Türe geschlossen. Nur weil sie vergessen hatte zu fragen, weshalb das Taxi so groß sei verfehlte das Schild sie um Haaresbreite. Das Auto bekam jedoch eine Delle sowie viele Kratzer, sie waren groß, riesengroß. Und Rotkäppchen fragte…

So, jetzt ratet mal welche Rolle ich in diesem Märchen einnehme^^.

Donnerstag, 10. September 2009

Invasion der Killerputzfrau

Seit ungefähr drei Stunden sitze ich hier auf dem Gang, lese, rede und surfe im Internet. Mein eigentlicher Plan für heute war, den Tag im Bett zu verbringen, letztendlich habe ich doch noch Sinitus bekommen ;-). Oh Wunder. Warum also mit Halstuch auf dem Gang? Ganz einfach: Gegen etwa 14.45 Uhr klopfte es an unsere Tür, die Putzfrau kam herein und sagte viele viele Sachen auf Vietnamesisch. Wir haben natürlich kein Wort verstanden, da aber ein kleiner Vietnamese mit Gasmaske, einem ‘Sack’ auf dem Rücken aus dem ein Schlauch herausragte, den er wiederum in der Hand hielt hinter ihr stand, konnten wir zumindest erahnen, dass wir das Zimmer verlassen sollten. Als wir auf dem Weg zur Tür waren fing man schon an zu sprühen, draußen angekommen stießen wir dann auf den Rest unserer Gruppe aus diesem Stockwerk. Trotz geöffneter Türe, Klimaanlage und Ventilator stinkt es noch immer zu sehr nach Insektenspray, als dass wir wieder in das Zimmer wollten. Mal gespannt, wie das später zum Schlafengehen hin aussieht.
Das Ganze in Deutschland? Unmöglich =P.

Wir haben übrigens erfahren, dass in Hoi An die Regenzeit begonnen hat, die noch ungefähr sechs Monate andauern soll. Na super. Allerdings habe ich auch die Nummer meiner Chefin bekommen, die dieses Wochenende nach Hanoi kommen wird. Sie würde mich gerne zum Essen oder Trinken einladen, deshalb werde ich sie jetzt einmal anrufen und einen Termin mit ihr ausmachen…

Montag, 7. September 2009

Verkehrte Welt

Wir fotografieren zurück! Wie ich schon erwähnt habe, werden wir hier doch recht häufig 'angeglozt'. Man dreht sich des Öfteren nach uns um, stupst Freunde an, lacht auch mal. Man könnte meinen hier liefen nicht so viele Europäer herum, dem ist aber nicht so. Vor allem die Altstadt ist geprägt von Backpackern und Touristen. Um besser verstehen zu können wie sehr wir auffallen folgende Geschichte:
Sara schnitt mir die Haare auf dem Gang, damit nichts an die Kleidung kam hatte ich bei ca. 35 Grad eine Regenjacke an. Wir saßen auf den Sesseln aus unserem Zimmer, es muss wohl ein recht kurioses Bild gewesen sein. Während dem Schneiden kam immer wieder ein: Oh, ich kann das nicht, ich schneide dir Zacken rein. Wurde dann aber doch. Während diesen 20 Minuten liefen mehrere Vietnamesen über den Gang. Es hat sei nicht interessiert. Am Hoam Kiem See stehen abends ältere Frauen in einer Reihe hintereinander und klopfen sich gegenseitig auf den Rücken. Auch keines Blickes wert. Wenn wir aber die Straße überqueren, einen Supermarkt betreten oder auf einer Bank sitzen… Verkehrte Welt.

Sonntag, 6. September 2009

Traffic

Bác Tràng

Gestern gingen Marcel, Anjali, Alex, Clara und ich mit Trang, Hu'o'ng, Hà, Hiê`n, Linh und Li nach Bác Tràng um zu töpfern. Hört sich jetzt vielleicht zuerst nicht so toll an, war aber ziemlich genial. Mit dem Bus fuhren wir über eine Stunde aus Hanoi raus, vorbei an Reisfeldern, Seen, schönen Häusern. Kein Verkehr. Ruhe. Himmlisch.
Dort liefen auch viele Hunde rum, wunderschöne große Hunde, alle für die Pfanne...Die Begründung einiger Leute: 'Hier werden nur hässliche Hunde gegessen, also hab ich kein Problem deshalb' wird hiermit hinfällig ;-).
Als wir in Bàc Tràng ankamen sind wir gleich in eine Werkstatt, in der schon eine Gruppe Vietnamesen saß, die töpfterte. Komischerweise wurden wir in dem kleinen Ort weniger angestarrt, vielleicht kam es mir aber auch nur so vor, weil nicht so viele Menschen dort waren...Whatever. Wir saßen dann auf ungefähr 20 Zentimeter hohen Hockern, vor uns eine Drehplatte und ein Haufen Ton. Danach haben wir alles nachgemacht, was der Töpfermeister gemacht hat. Komischerweise hat es nicht ganz so geklappt =P. Er hat uns dann geholfen und nun habe ich eine aschenbechergroße Schüssel. Um die Zeit des Brennens zu überbrücken sind wir zuerst unter einem Schilfdach Essen gegangen und haben uns dann auf dem Töpfermarkt umgeschaut.
Dann durften wir schließlich unsere 'Kunstwerke' anmalen und für umgerechnet 40 Cent kaufen. Billig. Zurück in Hanoi sind wir dann in ein Café gegangen, um noch etwas zu trinken. Es hieß 'Felice' und die Vietnamesinnen haben auch von einem italienischen Restaurant geredet. Weil aber alle Kellnerinnen sehr vietnamesisch aussahen hat es mich doch sehr in den Fingern gejuckt auf italiensich zu bestellen. Hab es aber dann doch gelassen...Ich hatte sua chua hoa qua (die Zeichen auf einzelnen Buchstaben kann der Laptop nicht), das ist ein Joghurtgetränk mit Früchten drin. Unfassbar lecker!

Samstag, 5. September 2009

Von Vietnamesen, Deutschen und der Blatta Orientalis

Eine ganz besondere Beziehung hatte ich zu meiner ehemaligen Mitbewohnerin, der Gemeinen Küchenschabe, oder auch Kakerlake genannt aufgebaut. Wir hatten einen, nunja, größeren Kampf, den ich dank meiner Überlegenheit gewonnen habe. Das heißt sie ist tot und ich nicht ;-). Aber mal von vorne: Ich liege in meinem Bett, es ist kurz vor sechs Uhr morgens, Sara ist joggen. Aber statt noch ein bisschen zu schlafen uns sich mental auf den Sprachkurs vorzubereiten wache ich auf, weil etwas über meinen Arm läuft. Ich denke nur: Bitte lass es ein Gecko sein, bitte lass es ein Gecko sein (schließlich habe ich mich schon sehr mit Klein-Semra, Mittel-Semra und Groß-Semra angefreundet), werde jedoch bitter enttäuscht, denn als die Flügel sich bewegen gab es unfassbar eklige Geräusche. Nachdem ich die Augen geöffnet hatte schlug ich die Kakerlake an die Gardine, woraufhin sie auf den Boden fiel und auf dem Rücken landete, sie können sich nicht selbst umdrehen. Ich zog schnell etwas an, und schaute eine Stunde lang einen Film auf dem Gang an bis Dominik aus seinem Zimmer herauskam und die Blatta Orientalis für mich entsorgte. Vielen Dank dafür =P!
Seit diesen traumatischen Erlebnis sorgt ein eiskaltes Zimmer dafür (die Klimaanlage ist immer voll aufgedreht), dass keine Tiere mehr durch die Zentimetergroßen Spalte unserer Türe kommen können. Auf Wiedersehen Semras, oder besser: Lebt wohl.
Jetzt zu den Menschen hier. Vietnamesen sind sehr stolze Menschen, immer freundlich, zuvorkommend und gut gekleidet. Vor allem junge Frauen legen sehr viel Wert auf ihr Äußeres, außer einigen Schlafzeug-Faux-Pas sind immer alle sehr modern gekleidet. Die meisten tragen außerdem unglaublich hohe Schuhe, ich weiß nicht wie sie jeden Tag so rumlaufen können, ich bin doch recht zufrieden mit meinen Turnschuhen ;-).
Irgendwie scheinen sie auf europäisches Aussehen zu stehen, auf dem Markt wurde wir sogar als ‘Puppen’ bezeichnet, was hier wohl ein Kompliment ist xD. Es ist eigentlich immer ganz lustig, wenn die Vietnamesen mit denen wir unterwegs sind alles übersetzen, die Leute scheinen direkt vor uns über uns zu reden… Komplimente bleiben auch nicht aus, begrüßt werden wir meist nicht mit Hallo sondern einem: “Wo ist Joscha?”, nach dem sehr viele Vietnamesinnen verrückt sind oder Sara wird dauernd fotografiert.
Eva sagte letztens, dass es als Folge des Vietnamkrieges sehr viele Behinderte hier gäbe, gesehen habe ich aber noch keine… Außer vielleicht einen, der einfach meine Hose hochgezogen hat, um meine Beine anzulangen. Ich hoffe zumindest für ihn, dass er geistig behindert ist ;-).
Die letzten beiden Wochen sind sehr schnell vergangen, wir haben die Sehens- würdigkeiten angesehen (das Ho-Chi-Minh Museum, den Literaturtempel und das Ethnologische Museum) und sind für eine halbe Million in die Ha Long Bucht gefahren, um dort eine Nacht auf einem Boot zu verbringen. War mir ein bisschen zu touristisch, aber doch sehr schön. Erst sind wir auf eine Insel gefahren und haben dort eine Tropfsteinhöhle besichtigt, danach sind wir weiter raus gefahren und durften schließlich schwimmen. Die Vorfreude auf eine Abkühlung stieß jedoch auf Enttäuschung, das Wasser war nicht kälter… Am nächsten morgen sind wir dann Kajak gefahren, unter einem kleinen Tunnel einer Insel durch in eine kreisförmige Bucht. Es wäre so schön dort gewesen wenn nicht die ganzen Touristenboote dort Öl verloren und Besucher ihren Müll ins Wasser geworfen hätten.
Fazit: Für 20 Euro sind wir acht Stunden Bus gefahren, durften auf einem Boot schlafen, haben vier Mahlzeiten bekommen, drei davon warm, sind Kajak gefahren und haben eine Höhle besichtigt. Trotz der doch recht unmöglichen Behandlung auf dem Boot ein guter Preis =).
Im Russenladen von den Hanoi Towers haben wir uns jetzt mir großen ‘The North Face’ Rucksäcken eingedeckt, ich hoffe es kommt zu eines Rucksacktour, Mama ;-).
Außerdem haben wir rausgefunden, dass es wahrscheinlich billiger ist, wenn man hierher mit Vietnam Airlines fliegt. Es muss allerdings in Vietnam gebucht werden, das heißt ich müsste das machen. Ich weiß allerdings nicht, wir man dann zum Ticket kommt, zuschicken wäre ja blöd. Aber E-Tickets müssten die ja auch hier haben…
In Sachen Verkehr bin ich auch noch zu neuen Erkenntnissen gekommen: Ticketverkäufer im Bus schauen einen manchmal traurig an, wenn man ihnen seine Monatskarte zeigt, Busse sind sehr niedrig, André mit seinen zwei Metern steht prinzipiell mit zur Seite gebeugten Kopf da. Außerdem gibt es circa 30 Unfälle pro Tag in Hanoi, darunter sehr viel mit Todesfolge. Einen Unfall hat schon jemand aus unserer Gruppe miterlebt, allerdings nur passiv. Derjenige der eine Frau angefahren hat, wollte nichts damit zu tun haben. Anders als in Deutschland wurde sie einfach in ein Taxi gelegt und ins Krankenhaus gefahren. Daraufhin ging es wie gewohnt weiter. Keine Polizei, keine Unfallprotokoll, keine Zeugenvernehmung.
Man kann es fast nicht glauben, aber Tokio Hotel hat inzwischen auch Vietnam erobert, genauso bekannt scheint auch Yvonne Catterfeld zu sein. Als Sara sagte, dass sie erstere nicht besonders mag, stiegen einem vietnamesischen Fan Tränen in die Augen, sie war anscheinend sehr verletzt. Danach durfte Sara erfahren, dass sie mit ihren Haaren dem Schlagzeuger der Band ähnelt =P.
Gestern mussten wir sogar ‘Durch den Monsun’ singen.
Von ehemaligen Freiwilligen haben wir übrigens erfahren, wie unser Haus sein wird. Es wird wohl zwei Stockwerke haben, unten mit Eingangshalle, Wohnzimmer, Küche und haben, im oberen Stock dass vier Schlafzimmer und ein weiteres Bad. Außerdem soll es eine Dachterrasse geben, juhu.
Was ich außerdem super finde ist, dass es dort wohl kaum Autos und Mofas gibt, man ist eher mit dem Fahrrad unterwegs. Sara und ich freuen uns auf weniger Stress, mehr Ruhe und ein ungefährliches Straße überqueren. Am 14. September fliegen wir morgens hin, am 15 fange ich dann an zu arbeiten. Da bin ich ja mal gespannt (-:.